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Mitte Oktober 1524 überquerte König Francis I. von Frankreich die Alpen und rückte an der Spitze eines Heeres von mehr als 40 000 Mann auf Mailand vor. Der Großteil des französischen Heeres traf in den letzten Oktobertagen in Pavia ein.
Francis unterzeichnete daraufhin ein Geheimabkommen mit Papst Clemens VII., der sich verpflichtete, dem habsburgischen Kaiser Karl V. nicht beizustehen, wenn Francis ihm bei der Eroberung Neapels helfen würde. Entgegen dem Rat seiner Oberbefehlshaber löste Francis einen Teil seiner Truppen unter dem Herzog von Albany ab und schickte sie nach Süden, um dem Papst zu helfen.
In der vierstündigen Schlacht um Pavia am 25. Februar 1525 wurde das französische Heer aufgespalten und im Einzelnen besiegt. Francis wurde gefangen genommen und musste sich Karl ergeben. Der Herzog von Albany hatte den größten Teil seiner Armee durch Zermürbung und Desertion verloren und war nach Frankreich zurückgekehrt, ohne Neapel je erreicht zu haben.
Die zerbrochenen Reste der französischen Streitkräfte, darunter auch die Überlebenden von Francis' "Garde Ecossais" (ein Elitekorps von 100 schottischen Gardisten und 200 schottischen Bogenschützen, die als Söldner rekrutiert worden waren), zogen sich über den Lago Maggiore zurück und zogen unter dem nominellen Kommando von Karl IV. von Alençon das Cannobina-Tal hinauf in Richtung der Alpenpässe und erreichten im März Lyon.
Der Wintereinbruch hinderte viele von ihnen an der Weiterreise und sie beschlossen, sich in Gurro niederzulassen, da die Gegend sie an ihre schottische Hochlandheimat erinnerte.
Als Träger des Namens und Clanoberhaupt von Gayre, wurde mir dargelegt, dass die Einwohner von Gurro die Nachfahren der versprengten schottischen Truppen der königlichen Garde aus Frankreich sind, die an der Schlacht von Pavia im Jahre 1525 teilnahmen und in Gurro in der Provinz Novara (jetzt VCO), in den italienischen Alpen nahe der Schweizer Grenze sesshaft wurden. Es entspricht ihrem Wunsch, diese Tatsache als Status anzuerkennen durch eine Adoption, wie sie seit jeher versprengten Schotten entsprechend den alten Rechtsbräuchen zuteil wird. Daher mache ich hiermit von diesem meinen Adoptions-Recht Gebrauch und erkläre mit dieser Urkunde, dass die oben erwähnten Nachkommen der schottischen Soldaten, die sich in Gurro und Umgegend im Jahre 1525 niedergelassen haben, anerkannt werden als ein Teil des Clans Gayre. Des weiteren gebühren ihnen alle Rechte und Privilegien eines solchen Teils, insbesondere also: Tragen des Tartans des Clans mit den dazugehörenden Wappen und alles was den Mitgliedern des Clans zukommt.
R. Gayre von Gayre und Nigg von Lochoreshyre (1973)